Puristen werden sich mit diesem Projekt eventuell schwer tun. Tisch und Stühle stammen aus den 70er Jahren. Der Stuhl wurde vom in Düsseldorf geborenen Architekten und Möbelgestalter Georg Leowald entworfen. Er ist bereits ein Designklassiker geworden. Teakholz, Spaltleder oder Geflecht waren in den 70er-Jahren im Trend, über Tropenholz und Klimaschutz wurde noch nicht kontrovers diskutiert.

Die Stühle wurden in der Oberfläche komplett überholt und anschließend graphitschwarz geölt. Die gleichmäßige offenporige Farbgebung betont die Linie und gibt den Stühlen noch einen Tick mehr an Eleganz. Anstatt auf Spaltleder sitzt man jetzt auf dreidimensional formverleimten Sitzschalen, die mit einem robusten Filz überzogen sind.

Auch das Tischgestell wurde mit graphitschwarz pigmentiertem Hartöl eingelassen. Dem ehemaligen Ausziehtisch liegt jetzt eine massive Ahornplatte auf, deren einzelne Lagen handwerklich hochwertig mit Keilzinken verleimt sind. Die Funktion der ehemaligen Ausziehplatten übernehmen zwei Stapel-Beistelltische. Der obere kann in Höhe und Breite direkt an den Tisch angesetzt werden. Lose beigestellt vermittelt er der Wohnung den Hauch eines Fine Dine Restaurants.

Auf Bestellung: „Family“ (Tisch), „Children“ (Beistelltische)

Medienberichte:

Wilkhahn aktuell 02_2016 | Gruß aus der Vergangenheit